

Um den Wert und einen einwandfreien Betriebszustand Ihres Fahrzeugs zu erhalten, empfehlen die Automobil-Hersteller eine regelmäßige Inspektion. Bei Neuwagen ist die Kfz-Inspektion außerdem Voraussetzung für den Garantieanspruch. Ein regelmäßiger Check Ihres Fahrzeugs erhöht zudem die Sicherheit und Lebensdauer des Autos. Es können Mängel schneller entdeckt und beseitigt werden, noch bevor sie zu größeren Schäden führen. Wenn Sie Ihren Gebrauchten irgendwann vielleicht einmal verkaufen wollen, ist eine lückenlose Wartung auch ein sehr gutes Verkaufsargument, wenn es um den Preis geht.
Bei der kleinen Inspektion, die je nach Hersteller auch anders benannt werden kann, werden meist nur ein Ölwechsel sowie Prüfungen von Scheibenwischanlage, Luftfilter oder Bremsen durchgeführt. Eine große Inspektion wird in der Regel alle 1-2 Jahre bzw. alle 15.000 bis 40.000 gefahrene Kilometer als sinnvoll erachtet und ist deutlich umfangreicher. Hier werden Motor und Abgassystem, das Getriebe, die Achsen sowie die Karosserie, Elektrik und die Räder / Reifen geprüft.
Um Schäden an Ihrem Kfz vorzubeugen, sollten in regelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt und Verschleißteile erneuert werden. Moderne Modelle haben eine Service-Anzeige, die aufleuchtet, wenn es Zeit ist, sich einen Termin in der Werkstatt zu besorgen, bei älteren Modellen schauen Sie in Ihr Handbuch oder fragen Sie Ihre Kfz-Werkstatt. Sie sollten unbedingt vermeiden, die Inspektionsintervalle zu überschreiten. Insbesondere wenn Sie noch in der Garantiezeit sind, denn die Toleranz bei nicht eingehalten Service-Terminen ist gering. Bei einem aufgetretenen Schaden plus Überschreitung des Inspektionsintervalls müssen Sie ggf. die Reparatur selbst zahlen, wenn Ihr Hersteller nicht kulant ist.
Wo Sie die erforderliche Kfz-Inspektion durchführen lassen, ist zu 100 % Ihre Entscheidung. Sie müssen also nicht extra eine Vertragswerkstatt aufsuchen. Beachten Sie aber, dass die Werkstatt die vom Hersteller vorgeschriebenen Arbeiten durchführt, alle erforderlichen Teile prüft und bei Bedarf ersetzt. Deren Qualität ist zwar vorgegeben, der Hersteller allerdings nicht. Im Prinzip könnten Sie die Verschleißteile vor der Inspektion auch im Zubehörhandel kaufen und dann mitbringen. Die meisten Werkstätten werden dem allerdings nicht zustimmen, fragen Sie vorher lieber nach, denn sie verdienen zusätzlich an den verbauten Teilen.
Falls Sie den Wagen später verkaufen wollen, könnte es von potenziellen Kunden negativ ausgelegt werden, dass Sie den Wagen nicht in einer Vertragswerkstatt haben warten lassen. Der Verkaufspreis eines Jaguars zum Beispiel sinkt spürbar, wenn er nicht regelmäßig in der Vertragswerkstatt inspiziert und gewartet wurde und das im Serviceheft belegt ist. Bei einem Suzuki hingegen wird da kaum jemand Wert darauf legen.